Donnerstag, 4. Dezember 2014

Nuklearia Erlangen kritisiert Medien zu angeblichem "Atomunfall"

Die Falschmeldungen zum angeblichen "Atomunfall" in der Ukraine führen beim Verein Nuklearia e.V. zu harscher Kritik an den Medien.

Frank Heinze von der Regionalgruppe Franken des Vereins Nuklearia e.V.
"Journalisten haben den Auftrag, Fakten zu liefern und Hintergründe zu recherchieren. das ist nicht geschehen.  Am Mittwoch wurden aber Gerüchte verbreitet, Mutmaßungen aus der hohlen Hand  gelesen undschlichtweg Panik geschürt. Das ist unverantwortlich."

Was ist genau passiert? Am Freitag, den 28.11.2014, hat es im Kernkraftwerk Saporischschja Block 3 in der Ukraine nach einem Kurzschluss in einem Traforaum (Nebentrafo) gebrannt. Das Ereignis wurde von der zuständigen Aufsichtsbehörde vorläufig mit INES 0 bewertet (Ereignis ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung).

Während sich auf den Seiten der englischsprachigen internationalen Leitmedien kein Wort von einem Unfall fand, liefen in Deutschland schon die Liveticker, online und im Rundfunk. Hier zeigt sich der Vorteil der Printmedien, die schon einen Tag später lediglich über die Falschmeldung berichten."

Diese Falschmeldung reihe sich ein in ein versagendes System journalistischer Sorgfalt in Deutschland, wenn es um Kernenergie und deren zivile Nutzung ginge, so Heinze in einer Pressemitteilung.
Jedes noch so kleine Ereignis werde in Deutschland mit maximaler Katastrophenrhetorik in den Äther gefeuert, während die positiven Nachrichten über neue Reaktoren, den Klimaschutzaspekt, die Lösung des
Atommüllproblems oder Staaten, die neu in die Nutzung der Kernenergie einstiegen, gar nicht erst berichtet würden.

Hier sei die journalistische Selbstkontrolle gefordert, um wieder zurück zu einer faktenbasierten ausgewogenen Berichterstattung zu kommen.

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