Samstag, 15. November 2014

Kernkraftfreunde wollen den 6% - Kernkraftanteil am Stadtwerkestrom

Nach dem Stadtrat hat auch die Regierung von Mittelfranken eine
Bürgerfragestunde zum Thema
"Kernenergietarif" bei den Erlanger Stadtwerken abgelehnt. Es handele
sich hier um das „operative Geschäft“ der Stadtwerke.

Frank Heinze vom Verein Nukleariae.V.:
"Das mag formal richtig sein, demokratisch halte ich es hingegen für falsch.
Interessant sind hingegen die Ausführungen der Regierungsbehörde.
Demzufolge handelt es sich beim Energiewende-Stadtratsbeschluss von
2011 offenbar formal um eine unverbindliche Resolution, da der
Stadtrat den EStW auch hier gar keine Vorschriften in Bezug auf die
Energieeinkauf/erzeugung machen kann. Es steht den EStW demnach auch
frei, Energietarife aller Art anzubieten."

Heinze weiter: "Wie wir durch unsere erfolgreiche Petition wissen,
besteht großes Interesse an einem Kernenergietarif. Mehrere hundert
Neukunden allein aus der Metropolregion sind jetzt schon sicher. Nur
durch die Mundpropaganda.

Da im EStW-Strommix ohnehin knapp 6% Kernenergiestrom ausgewiesen sind, könnten die Stadtwerke dieses Kontingent rein formal auch vermarkten. Es
entstünden kaum Kosten, viele Interessenten wären auch durchaus
bereit, idealistisch aus Klimaschutzgründen einen Preis wie für
NaturWatt zu bezahlen.

So sei der Ausbau der Kernkraftnutzung eine Forderung des
Weltklimarates, in solche Methoden müssten nach Forschungsergebnissen
des IPCC jedes Jahr 147 Milliarden Euro zusätzlich investiert werden,
sagte Heinze weiter. Die Stadt Erlangen ist Mitglied des europäischen
Klimabündnisses.

Heinze abschließend: "Deutschland handelt mit der erschreckenden
Zunahme fossiler Energieträger im Zuge des weltweit mit Kopfschütteln
zur Kenntnis genommenen Ausstiegs aus der Nutzung der Kernenergie
unverantwortlich."

Der Verein Nuklearia e.V. bietet daher den Erlanger Stadtwerken
Gespräche an, wie man einen Kernenergietarif am besten umsetzen und
auch überregional bewerben könne. Auch eine Kooperation bei der
Vermarktung könne man sich vorstellen.

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