Montag, 15. September 2014

Diskriminierung bei der Volkshochschule Erlangen ? Verein Nuklearia e.V. darf keine Vorträge halten.

"Diskriminierung bei der Volkshochschule Erlangen ? Verein Nuklearia e.V. darf keine Vorträge halten."


Die vhs Erlangen veranstaltet eine Vortragsreihe mit der "Initiative Energiewende ER(H)langen".  Vorgestellt werden verschiedene Aspekte der Energiewende.
Auch der gemeinnützige Verein Nuklearia e.V. ist seit neuestem auf diesem Gebiet tätig. Frank Heinze von der Erlanger Regionalgruppe bat die VHS Erlangen,einen Saal für eine Filmvorführung zu überlassen und  für das nächste Programm (Frühling/Sommer 2015) eine ebensolche Vortragsreihe mit der Nuklearia zu organisieren. Dazu würden öffentliche Podiumsdiskussionen um die Themen Kernkraft, Atommüll und Klimawandel stattfinden. Die Nuklearia e.V. stellt als Referenten hochqualifizierte Wissenschaftler und Ingenieure, die seit Jahrzehnten Fachleute ihres Gebietes sind.

Die Leiterin der VHS, Frau Flemming, lehnte beides ab mit der Begründung: "Eine erneute Diskussion über einen potenziellen Ausstieg aus dem Ausstieg der Nutzung der Kernkraft ist daher kontraproduktiv und nicht im Sinne einer breiten Mehrheit der Bevölkerung, für die ja die Volkshochschule ihr Programm ausrichtet."

Frank Heinze: " Ich war schockiert von der Ablehnung. Politische Zensur zu einem Infrastrukturthema an einer öffentlichen Bildungseinrichtung? In einem demokratischen Land? Das kann doch nicht wahr sein."

Ausschließlich bestimmend für die Arbeit der VHS Erlangen sei nicht die Tagespolitik, sondern die Satzung. Diese besage, die Volkshochschule solle Bildungsaufgaben im persönlichen, gesellschaftlichen, politischen und beruflichen Bereich wahrnehmen, die Entfaltung schöpferischer Fähigkeiten fördern sowie der Erziehung zu verantwortungsbewussten Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern dienen.

Heinze weiter: "Zweifellos sind Vorträge und Diskussionen zu verschiedenen Formen der Energieerzeugung das, was unter diese Aufgabe verstanden wird. Aus diesem Grund kooperiert die VHS mit der "Initiative Energiewende ER(H)langen", die bekanntlich nicht einmal einmal ein Verein ist. Und genau deswegen wollen auch wir, unser gemeinnütziger Verein, entsprechende Vorträge unabhängig von der jeweiligen politischen Beschlusslage anbieten. Insbesondere der Vortrag "Wohin mit dem Atommüll?" ist hochaktuell und ganz sicher interessant für weite Teile der Bevölkerung."

Der Vorsitzende der Nuklearia, Rainer Klute meint dazu:
»Wer das Wort »Hochschule« im Namen führt, von dem kann man wissenschaftlich Vorgehen erwarten. Ein Thema beleuchtet man von allen Seiten und läßt keine Fakten unter den Tisch fallen, die einem nicht behagen oder die nicht ins gerade angesagte gesellschaftspolitische Kalkül passen. Wer gute Argumente für seine Sache hat, braucht die intellektuelle Auseinandersetzung nicht zu fürchten. Wer hingegen den Disput scheut, hat zweifellos Gründe dazu; die besseren Argumente hat er nicht.«

Eine Beschwerde an den Oberbürgermeister Dr. Janik soll nun im Sinne einer diskriminierungsfreien und politisch neutralen Bildungseinrichtung für Abhilfe sorgen.

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