Samstag, 26. April 2014

Halbzeit bei GenIV


Nach zehn Jahren der internationalen Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Reaktoren der sogenannten "vierten Generation" erschien eine Überarbeitung der Ursprünglichen Fahrplanes aus dem Jahre 2002 erforderlich (https://www.gen-4.org/gif/upload/docs/application/pdf/2014-03/gif-tru2014.pdf). In der letzten Dekade ist viel geschehen: Dies betrifft die Zusammensetzung und Forschungsintensität der Mitglieder, die bereits gewonnenen Erkenntnisse und nicht zuletzt die Veränderung der äußeren Randbedingungen (Shale Gas Boom, Fukushima, etc.).

Es ist bei den ursprünglich ausgewählten sechs Konzepten geblieben. Neue sind nicht hinzugekommen. Mehrere teilnehmende Länder haben bedeutende Mittel in die Entwicklung natriumgekühlter Reaktoren mit einem schnellen Neutronenspektrum (sodium-cooled fast reactor, SFR) und gasgekühlten Reaktoren mit möglichst hoher Betriebstemperatur (very-high-temperature reactor, VHTR) investiert.

Die restlichen vier Konzepte: Mit Wasser im überkritischen Zustand gekühlte Reaktoren (SCWR), bleigekühlte Reaktoren mit schnellem Neutronenspektrum (LFR), gasgekühlte Reaktoren mit schnellem Neutronenspektrum (GFR) und mit Salzschmelzen gekühlte Reaktoren wurden -- mehr oder weniger -- auf Sparflamme entwickelt.

"Die Gasindustrie ist einfach cleverer. Man hat Millionenspenden in die Werbung für Sonnen- und Windenergie investiert. Wohl wissend, daß für jedes Windrad und jeden Sonnenkollektor die gleiche Backup-Leistung noch einmal in konventionellen Kraftwerken bereitgestellt werden muß. Gaskraftwerke sind aber mit Abstand die Kraftwerke, mit den geringsten Investitionskosten. Der bereits erfolgte Zubau kurbelt den Gasabsatz gewaltig an. Sollte das Gas durch die erhöhte Nachfrage zu teuer werden, bleibt den Energieversorgern (wie schon einmal) die Flucht in Kern- und -- vor allem -- Kohlekraftwerke. Deshalb investiert die Gasindustrie bereits konsequent in "Klimaschutz". Die Krönung wird die "Wasserstoffwirtschaft" sein. Man nutzt die frei werdenden Gasmengen zur Erzeugung von Wasserstoff. Das dabei anfallende CO2 läßt man sich möglichst durch eine CO2-Abgabe vergüten, um es anschließend in der Ölförderung zum dritten Mal zu verkaufen. Wer will, kann dieses Dreieckgeschäft aus Windenergie, Wasserstoffproduktion für Raffinerien und CO2 zur Ölförderung, schon in Texas studieren. Die Ironie der Geschichte könnte sein, daß gerade die "Alternativindustrie" mit ihrem Propagandafeldzug für "Klimaschutz" sich selbst den Ast absägt, auf dem sie (noch) so profitabel sitzt. Niemand hat z. B. mit China gerechnet, die ein atemberaubendes Tempo beim Ausbau der Kernenergie vorlegen. Das Märchen von Wind und Sonne, könnte sich auch hier bald als solches erweisen."


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